Googles Browser Chrome und der Datenschutz

In den letzten Wochen häufen sich die Berichte über Chrome. Was kann man da noch hinzufügen? Heute Nacht träumte ich schon von rasanten Kursgewinnen meiner Google Aktien und heute morgen lese ich eine mächtig böse Mitteilung vom BSI über Googles neuen Browser bei golem.de.

“Google Chrome sollte nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden” und “Aus sicherheitstechnischen Gründen ist die Anhäufung von Daten bei einem Anbieter kritisch” kommen die Stimmen aus dem BSI.

Normalerweise hört man aus dem BSI wenig, wenn es um die Datensammelwut von anderen Institutionen wie Microsoft oder der BRD selbst geht (Vorratsdatenspeicherung etc.). Aber nun mal ernst, ich möchte nicht wie Viele in den Tonus verfallen: “Alles nicht so schlimm, Andere machens ja auch”. So zum Beispiel Jannewap, der Google nun nur mit Microsoft und der Schufa gleichziehen sieht.

Unabhängig davon was Microsofts Internet Explorer - den ich sowieso nicht nutze - mit den Daten der Nutzer macht, steht fest - und das sind die Fakten, dass

  • jede Installation des Browser von Google eine Browser ID hat, der einzelne Browser also zuordenbar ist, wie man das abschalten kann, liest man übrigens bei golem.de
  • der Google Browser jede Eingabe in der Adresszeile - also Suchanfragen und Webadressen - zusammen mit der eindeutigen ID an Google übermittelt. Somit kann Google fast das gesamte Surfverhalten der Browserbenutzer überblicken.

Google sieht dann auch nicht nur, nach welchen Suchbegriffen ein bestimmter Benutzer auf google.de sucht - dies ist bisher “mühevoll” mithilfe von Cookies geschehen. Somit konnte auch das Suchverhalten von Benutzern der Internetsuchmaschine über mehrere Browsersessions verfolgt werden - also auch, wenn man Wochen später mit dem gleichen Computer wieder bei google vorbeischaut konnte Google die Suchanfragen noch in Verbindung bringen - und tut das auch hochautomatisiert wie in der Datenschutzerklärung nachlesbar.

Wenn man nun Chrome verwendet, weiß Google nun auch, welche Adressen man abseits von Google besucht, z. B. nach was man z.B. bei anderen Suchmaschinen sucht. Das muss einfach nicht sein, da benutze ich lieber den Firefox Browser, auch wenn Googles Chrome derzeit in aller Munde ist. Derart weltbewegend sind die Vorteile von Chrome auch wieder nicht und so schließe mich der Meinung von Uwe an.

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Artikel geschrieben am: 7. September 2008 9:39 in Schweinfurt
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3 Kommentare

  1. 1

    Wenn Du schon von der Meinung Anderer berichtest, sei so gut und verwende deren (MEINEN) Namen wenn Du schon drauf linkst. Der Du weisst doch sicher, dass man in Anwesenheit des Betreffenden nicht in der 3. Person spricht. Ich habe keine Sorgen mit einem Pingback auf einen meiner Artikel- wenn es sich um Kritik handelt. Ich freue mich dann aber über eine Formulierung wie “Jannewap findet das nicht so schlimm”. Das klingt nicht so abwertend…

    Grüßcken und ein schönes RestWE

  2. 2

    Hallo Jannewap. Danke für den Hinweis, ich habe es auch gleich umgeändert. Ursprünglich wollte ich noch mehrere Blogger anführen, habe das aber in Anbedracht des wartenden Frühstücks verhudelt.

    Ebenso schönes Restwochenende

    PS: Mal abgesehen von Deiner Meinung zu Chrome finde ich Deinen Blog durchaus lesenswert. Und: Auch “Bad News” sind “Good News” :)

  3. 3

    Vielen Dank.
    Bitte versteh’ mich auch nicht falsch. Ich freue mich wenn sich jemand Gedanken um meine Sicht der Dinge macht. :-)

    Auch gut verstecktes Lob erkenne ich :-)))

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